Todeszone - Nach dem Super-GAU in Biblis - Teil 1

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D 1991 - Viel Aufregung um einen Film, der: wie die Kritik nach der Sendung verwundert konstatierte: keine Horrorgeschichte im Hollywood-Stil präsentierte, sondern sich strikt an die Fakten hielt: klar, sachlich und kühl. Und der gerade deshalb eine nachhaltige Wirkung erzielte: Ein beklemmendes Dokument über eine Katastrophe, die tatsächlich stattfinden könnte: jederzeit. Ein Bus fährt langsam über die mittelalterliche Tauber-Brücke. Die Passagiere tragen Atemschutzmasken und weiße Schutzanzüge. Sie sind auf dem Weg in eine Geisterstadt: Rothenburg. Menschenleere Plätze, Straßen ohne Autos, Häuserzeilen mit verschlossenen Fensterläden, stillgelegte Büros und Fabriken. Frankfurt am Main, Darmstadt, Rüsselsheim: verbotenes Gebiet. Dies sind Bilder aus der Sperrzone, drei Monate nach der Katastrophe, dem Supergau im Atomkraftwerk Biblis. Mehr als zehntausend Quadratkilometer hat der Krisenstab in Bonn räumen lassen, in der Nacht und den Tagen nach der Kernschmelze. Zum erstenmal darf eine Gruppe ausgewählter Journalisten die Todeszone betreten. Ein Film über den undenkbaren Unfall, der gleichwohl in Risikostudien und Katastrophenschutzplänen berechnet, aber nicht zu Ende gedacht wird. Eine Fiktion mit dokumentarischen Fakten, die das Unsichtbare zwischen den Zeilen wissenschaftlicher Abhandlungen sichtbar macht. Ein Dokumentarspiel, in dem sich Politiker und Wissenschaftler zu den Folgen der Katastrophe äußern. Und in dem Menschen aus der Region persönlich erleben, was der Begriff "Restrisiko" bedeutet. Schon während der Dreharbeiten für diesen Film polemisierten die Stromkonzerne gegen das Projekt. Von "Panikmache" und "sachlicher Unkenntnis" war die Rede. Die Atomlobby ließ kurz vor der Erstausstrahlung eine Sonderbeilage für die Lokalpresse der Region drucken: darin frei erfundene Behauptungen über das Szenario, das dem Film zugrunde lag. Ein "Bürgertelefon" und großformatige Anzeigen in führenden deutschen Tageszeitungen sollten die Bevölkerung nach der Sendung beruhigen.

Channel: News & Politics
Uploaded: September 12, 2007 at 3:40 am
Author: peterthoennes

Length: 00:09:52
Rating: 4.08
Views: 17212

Tags: AKW Biblis GAU Kernkraftwerk Meltdown Super-GAU Tschernobyl Kernenergie Atom Klimawandel Osama RWE Energie Lügner

Video Comments:
gammastrahler92 (August 25, 2008 at 4:53 pm)
ein kkw kann nicht einfach so explodieren; es gibt immer einen grund für ein ereignis. beim bau von kkw hat man aber schon alle möglichkeiten eines unfalls miteingerechnet. man sollte sich einfach mal besser über kkws informieren, am besten direkt vor ort in einem infozentrum.
TroTLF (August 15, 2008 at 11:29 pm)
So was kann zu jeder Zeit wieder passieren. IN Tschernobyl das war ja schon Mist aber in Deutschland wäre das 100 mal schlimmer weil hier die Bevölkerungsdichte höher is. Auch sind alle Katastrophenpläne so was von hinfällig weil wenn das passiert haut jeder ab es gibt Stau die Feuerwehr usw kommt nimmer durch und das CHAOS is perfekt.
LARevolution (July 25, 2008 at 9:09 pm)
Niemand hat behauptet das Kernkraftwerke keinen Müll produzieren!Und zu deinem zweiten Punkt: Alles von Menschenhand geschaffene beeinflusst die Umwelt aber mir ist das co2 das beim bau entsteht lieber als tausende von Windrädern die die Landschaft verunstalten lärm machen und mit sicherheit einfluss auf das zug verhalten der Vögel nimmt.Kernkraftwerke sind nicht an flüsse gebunden wird nur wegen deren Wirkungsgrad gemacht.also pass auf das du nicht zu weit über den rand der Erde lehnst.
Math667 (July 24, 2008 at 3:10 am)
Stimmt, Atomkraftwerke machen ja keine Abfall(Castortranporte gibts ja nicht).
Richtig Atomkraftwerke produzieren kein CO2.Das beim Bau in Die Luft geblasen wird soll man ja nicht mitrechnen(in Summe weniger als Kohlekraftwerke).Und Atomkraftwerke sind sicher da sie ja nicht auf das Wasser der umliegenden Flüsse angewiesen sind. Und da es weder in Three Mile Island (USA) und Windscale (GB) "Störfälle gegeben hat sind nur die Russen Schuld.Und die Erde ist ne Scheibe :o)
1s1k1ll3r (September 5, 2008 at 10:33 pm)
du bist einfach nur dumm^^
gammastrahler92 (July 22, 2008 at 10:06 pm)
gegner sagen akw; befürworter sagen kkw
Arminius09 (July 19, 2008 at 11:43 am)
Mal bitte keine Pankimache. Natürlcih besteht Gefahr, aber deutsche Kernkraftwerke gelten als die sichersten der Welt. Ein Risiko ist nunmal immer da, aber es ist sehr sehr gering. Und Kernkraft ist ansonsten wirklich eine umweltfreundliche Energiegewinnung (was die Athmosphäre angeht), man sollte nur den Atommüll schon weit unter der Erde in dicken Bleibehältern lagern.
kobold83 (July 18, 2008 at 9:44 pm)
tja hannover, wo ich wohne, liegt ja auch nur 30 km luftline vom akw grohnde bei hameln entfernt....
LARevolution (July 15, 2008 at 6:23 pm)
Und an die Leute die hier meinen Panik machen zu müssen und nix von der Materie verstehn denkt dran wenn in Biblis was passiert sind wir ja alle gleich Tot aber wenn in der BASF passiert richen wir das ja bestimmt vorher und können weg rennen.
LARevolution (July 15, 2008 at 6:21 pm)
Dann ratet mal wo die Ökostromanbieter ihren Stromeinkaufen?!?Weil wer glaubt das nur weil er ökostrombezahlt auch ökostrom bekommt ist schlicht und einfach naiv!
Und was bringt es Deutschland aus der Kernenergie auszusteigen???Wir sind umzingelt von Kernkraft naja auser Österreich die Kernkraftgegner schlechthin, welche übrigens bis zur entgültigen abschaltung der übrig geblieben Tschernobyl Blöcke von dort Strom bekommen haben!